Der Familien-Unternehmer

23. September 2013

Christen Merkle ist seit 25 Jahren bei AHP Merkle in der Verantwortung

Der Anfang hätte erfreulicher sein können. Als Christen Merkle 1988 in die Firma seiner Eltern eintrat, befand sich das Schiff in stürmischer See. „Ich war sehr jung. Aber es war eine schwierige Zeit, in der ich meinen Eltern tatkräftig zur Seite stehen musste“, erinnert sich Christen Merkle heute. Jetzt – ein Vierteljahrhundert später – hat der 45-Jährige diesen Entschluss nicht bereut. Der Kahn ist längst wieder flott. Das Schiff „AHP Merkle“ auf allen sieben Weltmeeren zu Hause.

Gerhard Merkle – der geniale Tüftler. Ihm hat vielleicht einfach ein Gegenüber gefehlt wie sein Sohn Christen – der Kaufmann mit dem Blick durch die Kundenbrille. So unterschiedlich Vater und Sohn in ihren Anlagen, ihren Talenten und Neigungen sein mögen, so sehr finden sie sich auf einem Nenner, wenn es um firmeninterne Werte geht. „Für uns zählen Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, hohe Qualität, Innovation und Weltoffenheit, aber auch persönliches hartes Arbeiten dazu“, sagt Christen Merkle.

Bereits 1983 eröffnet Gerhard Merkle eine Auslandsvertretung in der Schweiz. Doch nach dem Eintritt seines Sohnes, der zunächst das Rechnungswesen verantwortet, nimmt die Internationalisierung noch stärkere Züge an. Es folgen Vertretungen in Skandinavien, Südeuropa, Übersee. Heute ist AHP Merkle in 20 Ländern vertreten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Doch die wichtigsten Innovationen passieren noch immer in der Heimat. Seit 2010 ist AHP Merkle in Gottenheim zu Hause. Hier entsteht jedes neue Produkt. Hier nimmt jede Idee Gestalt an. Und dem Neubau aus dem Jahr 2010 folgt nun schon die nächste größere Investition in die Zukunft des Unternehmens.

In das 1.500 Quadratmeter große Gebäude, das im kommenden Jahr fertig sein soll, werden vor allem die eigene Produktentwicklung sowie die Ausbildung und Schulung einziehen. AHP Merkle beschäftigt schon heute unter den knapp 150 Mitarbeitern mehr als 20 Auszubildende.

Christen Merkle hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Nach seinem Eintritt bei AHP Merkle studiert er berufsbegleitend noch an der Universität St. Gallen. Seit 1998 leitet Christen Merkle das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater. Um die Zukunft ist ihm nicht bange. „Wir tun alles dafür, dass es AHP Merkle noch lange gibt.“ Und in der nächsten Generation sieht Christen Merkle durchaus Potenzial. Denn er selbst ist ein echter Familien-Unternehmer – er ist seit mehr als 20 Jahren verheiratet und Vater von sechs Kindern.