AHP Merkle bewegt. Dass dies nicht nur ein Claim ist, sondern bei dem innovativen Hersteller von Hydraulikzylindern auch gelebt wird, zeigte am Mittwoch der Spatenstich zum Neubau in Gottenheim. Mit dem 7,5-Millionen-Projekt, das bis 2010 fertig gestellt sein soll, setzt das weltweit erfolgreiche Familienunternehmen ein deutliches Zeichen für seine Zuversicht. Im Zuge des Neubaus investiert AHP Merkle nicht nur in Gebäude und ein hochmodernes Hochregallager, sondern auch in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. In dem knapp 5.000 Quadratmeter umfassenden Bau wird ein neuer, separater Bereich für die innerbetriebliche Ausbildung eingerichtet.
„Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand“, fasst Geschäftsführer Christen Merkle die Philosophie des Unternehmens zusammen. Er sieht in dem Neubau einen wichtigen Schritt, dem Lebenswerk seines Vaters Gerhard Merkle weiter zu der Blüte zu verhelfen, die es in den vergangenen 35 Jahren erlebt hat. „Mit dem neuen Gebäude sichern wir uns wichtige Wettbewerbsvorteile und sind perfekt gerüstet, wenn die Wirtschaft wieder anspringt“, erläutert er. Doch auch jetzt kann der Mittelständler nicht klagen: Die qualitativ äußerst hochwertigen, im Unternehmen entwickelten Hydraulikzylinder sind weltweit gefragt. So stieg der Umsatz in den vergangenen beiden Jahren um satte 40 Prozent. Die am Standort gefertigten Zylinder setzen Maßstäbe in der Branche - das zeigt sich beispielsweise daran, dass AHP Merkle bei führenden Automobilherstellern vorgeschrieben ist. Das in der renommierten Reihe „Bibliothek der Technik“ erschienene Buch „Blockzylinder“, welches AHP Merkle gemeinsam mit dem Verlag Moderne Industrie veröffentlichte, ist ein weiterer Beweis dafür, wie sehr das Know how des Unternehmens in Fachkreisen geschätzt wird.
In den neuen Räumlichkeiten verfügt AHP Merkle zukünftig über fast doppelt so viel Platz wie an seinem alten Standort im benachbarten Hugstetten. Die Entscheidung für Gottenheim fiel nicht nur wegen der Wachstumsmöglichkeiten, die AHP Merkle hier geboten werden. Das Engagement und die Begeisterungsfähigkeit des Gottenheimer Bürgermeisters Volker Kieber wie auch die verbesserte Infrastruktur, die durch den Ausbau der B31 West bis Gottenheim im kommenden Jahr erzielt wird, gaben den Ausschlag für Gottenheim. „Wir sind hier sehr herzlich empfangen worden“, beschreibt Christen Merkle die offene Art des Bürgermeisters.
Als Unternehmer, der in seinem Betrieb direkte Kommunikation und flache Hierarchien pflegt, schätzt er besonders die kurzen Wege im Gottenheimer Rathaus.
Durch den Neubau kann AHP Merkle seine Prozessabläufe optimieren, da zukünftig alles unter einem Dach gebündelt ist, was früher auf mehrere Hallen und Gebäude verteilt war. Das 450.000 Euro teure Hochregallager ermöglicht dem Unternehmen mehr Produktion auf Lager und deshalb noch schnellere Lieferzeiten als bisher. Wie flexibel das Unternehmen schon jetzt ist, zeigt sich daran, dass AHP Merkle viele Sonderanfertigung innerhalb von zwei Wochen liefern kann, obwohl die Produkte hochkomplex sind. Der Neubau verbessert nicht nur die internen Abläufe, sondern auch die Kommunikation unter den Mitarbeiter. Durch die ausgeklügelte Mischung von sogenannten Denkzentralen und Kommunikationsinseln, wie der Kaffeebar und Kaffeelounge, schafft AHP Merkle ein kreatives Klima und fördert so die freie Entfaltung des tief im Unternehmen verankerten Tüftlergeistes.
Mit dem Neubau investiert AHP Merkle nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die der Region. „Die Mitarbeiter, die alle aus der Umgebung kommen und oft schon seit vielen Jahren bei uns arbeiten, sind unser größtes Kapital“, erläutert Geschäftsführer Christen Merkle. “Diese wollen wir durch einen Umzug auf keinen Fall verlieren“. Die Verbundenheit mit dem Breisgau zeigt das Familienunternehmen auch beim Bau. So wird das Gebäude nur von einheimischen, mittelständischen Firmen realisiert. Die Koordination des Baus übernimmt die Carré Planungsgesellschaft aus Gutach-Bleibach, die bereits die Pläne für das fortschriftliche Gebäude entworfen hat. Mit dem Neubau investiert das Unternehmen auch in die Zukunft der eigenen Mitarbeiter und begegnet dem Problem des Fachkräftemangels auf die für AHP Merkle typische, zupackende Art: So richtet die Firma in ihren neuen Hallen einen eigenen Bereich für die innerbetriebliche Ausbildung in der Fertigung ein. Diese Lehrwerkstatt ermöglicht eine optimale Ausbildung der Fachkräfte. Gleichzeitig verdoppelt AHP Merkle die Zahl der Ausbildungsplätze um bis zu sechs zusätzliche Stellen.
Nicht nur im Bereich Ausbildung geht AHP Merkle mit gutem Beispiel voran. So ist der gesamte Bau nicht nur äußerst innovativ und durchdacht, sondern auch umweltschonend: Das Gebäude erfüllt die strengen Förderkriterien der KFW-Bank und hier speziell des KFW 60-Programmes und ist damit nahezu CO2-neutral. Das wird durch Solarzellen, Pelletsheizung und die Bauteilaktivierung erreicht.

Spatenstich in Gottenheim. Unser Bild zeigt von links: Christof Burger (Walther Keune Bau), Renate Merkle und Gerhard Merkle (Geschäftsführung AHP Merkle) Volker Kieber (Bürgermeister von Gottenheim), Christen Merkle (Geschäftsführung AHP Merkle) mit Sohn Tim und Klaus Wehrle (Carré Planungsgesellschaft mbH)

Alles ist für den Neubau bestens vorbereitet: Die Bagger rollen an.

Das neue Gebäude des Hydraulikzylinderherstellers vereint alles unter einem Dach und optimiert so die Prozesse und die interne Kommunikation.