Der Wimpel

Entlüftung der Hydraulik

Die Notwendigkeit der Entlüftung von Hydrauliksystemen hat viele Gründe. Lufteinschlüsse im Hydrauliköl gerade bei hohen Drücken bzw. Druckschwankungen können den so genannten Dieseleffekt verursachen, der aufgrund stark erhöhter Temperaturen zur Ölalterung und zum Dichtungsverschleiß führt.

Ein weiterer negativer Effekt ist, dass Luft durch den Dichtungswerkstoff in Richtung Niederdruckseite diffundiert. An der Oberfläche der Dichtung fällt der Druck steil ab, wodurch die Luftbläschen schlagartig expandieren und die Dichtung beschädigen bzw. zerstören können. Je nach Ausmaß solcher „Mikro-Explosionen“ können in kürzester Zeit sogar die Oberflächen der Dicht- und Laufflächen derart in Mitleidenschaft gezogen werden, dass diese wie bei abrasivem Verschleiß aussehen.

Komprimierte Lufteinschlüsse – die unter hohem Druck nicht mehr sichtbar sind – können beim Überstreichen der Dichtung die Dichtfläche wie kleine Messer zerschneiden.

Fazit
Hydraulikzylinder – ebenso wie das gesamte Hydrauliksystem – sind vor der Inbetriebnahme sorgfältig zu entlüften. Um sicher zu gehen, dass nicht an irgendeiner Stelle im Hydrauliksystem noch Luft vorhanden ist, sollten die Anwendung und die Zylinder mehrmals mit möglichst niederem Druck betätigt werden, was eine vollständige Entlüftung ermöglicht. Aus diesem Grund bietet AHP Merkle für fast alle Hydraulikzylinder optionale Entlüftungen an. 

Die detaillierte Vorgehensweise bei der Entlüftung von Hydraulikzylindern finden Sie im Bereich » Betriebs- und Wartungshinweise.

 

  

Da in der Hydraulikflüssigkeit gelöste Luft unter gewissen Umständen auslösen kann, empfiehlt es sich, das System spätestens bei der Wartung erneut zu entlüften.

 

 

Damit Hydraulikzylinder vollständig entlüftet werden können, sollten die
Entlüftungsschrauben an der höchsten Stelle platziert sein.
 

 

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