Der Wimpel

Bauarten von Hydraulikzylindern


Blockzylinder (BZ)

Charakteristisch für Blockzylinder ist ihr rechteckiges Gehäuse. Durch diese Gehäuseform lassen sich unterschiedliche Befestigungsmöglichkeiten realisieren.

Blockzylinder können mit einem Betriebsdruck von bis zu 500 bar betrieben werden, dabei sind verschiedene Abfragemöglichkeiten der Kolbenposition möglich.

Bei Hüben bis 200 mm hat das Gehäuse eine Quaderform, größere Hübe werden durch ein Rohr zwischen quaderförmigem Kopf und Boden realisiert.

Das Haupteinsatzgebiet von Blockzylindern ist der Formenbau.

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Blockzylinder mit Keilspannelement bzw. mit Führungsstange (BZK/BZF)

Bei diesen Blockzylindern wird ein Führungsgehäuse an einen Blockzylinder angeflanscht. In diesem Gehäuse wird eine gehärtete Stange geführt, die mit seitlichen Kräften belastet werden kann.

Beim Blockzylinder mit Keilspannelement (BZK) ist eine Schräge an der Führungsstange angebracht, die z. B. zum Klemmen von Werkstücken verwendet werden kann.

Beim Blockzylinder mit Führungsstange (BZF) dient die Führungsstange zur Aufnahme von seitlichen Kräften, was normalerweise bei Hydraulikzylindern vermieden werden muss.

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Blockzylinder mit Verdrehsicherung (BVZ)

Blockzylinder mit Verdrehsicherung gibt es bis zu 250 bar und maximal zulässigen Drehmomenten zwischen 3 und 90 Nm.

Blockzylinder mit Verdrehsicherung sind immer dann von Vorteil, wenn sich die Kolbenstange und evtl. damit bewegte Werkzeuge etc. nicht verdrehen dürfen.

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Rundblockzylinder (RZ)

Rundblockzylinder sind eine Variante des Blockzylinderprogramms. Der konstruktive Aufbau entspricht dem der Blockzylinder.

Der nach außen sichtbare Unterschied dazu ist das zylinderförmige Gehäuse, was sich in manchen Einbausituationen mit wenig Platzangebot als vorteilhaft erweist.

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Flanschzylinder (FZ)

Flanschzylinder sind Hydraulikzylinder in Rundbauweise mit Flansch.

Die Druckanschlüsse befinden sich im Anschraubflansch und somit auf einer Seite des Zylinders. In der Praxis eignen sich Flanschzylinder am besten bis zu Hüben von 100 mm, darüber hinaus sind Doppelrohrzylinder zu empfehlen.

Aufgrund ihrer kleinen Baumaße werden sie häufig im Vorrichtungs- und Formenbau eingesetzt.

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Würfelkurzhubzylinder (WKHZ)

Würfelkurzhubzylinder sind Zylinder mit besonders kleinen Außenmaßen.

Entsprechend werden sie immer dann gerne eingesetzt, wenn kein Platz für Standard- oder Blockzylinder ist. Es gibt sie für einen maximalen Betriebsdruck von 400 bar

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Kurzhubzylinder (KHZ)

Die Kurzhubzylinder sind über die gesamte Länge mit einem Außengewinde versehen.

Sie lassen sich auf diese Weise direkt in eine Vorrichtung einschrauben bzw. daran anflanschen und damit optimal justieren. Mithilfe der mitgelieferten Kontermutter kann ein solcher Zylinder sehr einfach fixiert werden.

Beide Hydraulikanschlüsse sind axial am Zylinderboden angeordnet.

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Doppelrohrzylinder (DFZ)

Das Kennzeichen von Doppelrohrzylindern ist die Rundbauweise mit einem Flansch auf einer Seite.

Der Flansch befindet sich entweder auf der Stangen- oder auf der Kolbenseite. An diesem Flansch sind beide Anschlüsse für Vor- und Rückhub angebracht, an dem Flansch wird der Zylinder zudem befestigt.

Doppelrohrzylinder erweisen sich immer dann als sinnvoll, wenn durch längere Hübe und den Einbau in größere Formen eine Seite des Zylinders schlecht zugänglich ist und sich somit beide Anschlüsse auf einer Seite befinden sollen.

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Standardzylinder (UZ, HZ, HZH)

AHP Merkle unterteilt seine Standardzylinder in drei Druckbereiche (100, 160 und 250 bar) und vier Baureihen (UZ 100, HZ 160, HZ 250 und HZH 250).

Charakteristisch für alle ist die Rundbauweise mit geschraubtem Kopf und Boden.

Im AHP Merkle Programm stehen zwölf Befestigungsarten zur Auswahl. Es kann zudem gewählt werden, ob diese mit oder ohne integrierte Näherungsschalter bzw. Wegmesssystem ausgestattet sind.

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Normzylinder (DHZ)

Normzylinder sind gemäß den Einbaumaßen nach den Normen DIN ISO 6020/1 bzw. ISO 6022, DIN 24333 konstruiert und hergestellt.

Bei den Normzylindern wird zwischen den Druckbereichen 160 und 250 bar unterschieden. Verschiedene Befestigungsarten sind möglich.

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Schiebereinheiten (BSE, ZSE)

Schiebereinheiten können aufgrund ihrer zusätzlichen externen Führungen hohe Querkräfte und Momente aufnehmen.

Es gibt in der Baureihe der Schiebereinheiten die Varianten mit 2, 3 oder 4 Führungssäulen. Auf einer Frontplatte der Schiebereinheit können von Kundenseite Werkzeuge angebracht werden. 

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Block-Schieber (BZS)

Block-Schieber-Einheiten sind modifizierte Blockzylinder mit integrierten Führungen. Dadurch sind sie in der Lage gewisse Seitenkräfte aufzunehmen.

Diese sind zwar geringer als bei Schiebereinheiten dafür sind Block-Schieber sehr kompakt und lassen sich auch bei beengten Platzverhältnissen einbauen.

Diese Zylindervariante verbindet in idealer Weise die Vorteile von Blockzylindern und Schiebereinheiten.

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Stanzzylinder (STZ)

Stanzzylinder sind eine Weiterentwicklung des Blockzylinders.

Charakteristisch für Stanzzylinder ist, dass sie durch die besondere Gestaltung der Dichtungs- und Führungsanordnung große dynamischen Belastungen aufnehmen können.

Stanzzylindern sind daher prädestiniert für den Einsatz in Stanzwerkzeugen

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Einschraubzylinder (EZ)

Die Platz sparendste Variante der Hydraulikzylinder von AHP Merkle sind die Einschraubzylinder. In das Werkzug eingeschraubt, übernimmt das Werkzeug die Funktion des Gehäuses.

Lediglich die Aufnahmebohrung mit den dazugehörigen Zulaufbohrungen für Vor- und Rücklauf im Werkzeug muss anwenderseitig angebracht werden.

Es stehen sowohl einfach als auch doppelt wirkende Varianten des Einschraubzylinders zur Verfügung.

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Kernzugeinheiten (KZE)

Mit dem Einsatz einer Kernzugeinheit entfällt für den Anwender die aufwändige Konstruktion einer Führung, wie sie zum Beispiel bei Kernzügen notwendig ist.

Die Kernzugeinheit ist so konstruiert, dass zum „Ziehen“ die gesamte Kolbenfläche beaufschlagt wird. Im Gegensatz zu einem ziehenden Zylinder kann somit bei gleichem Betriebsdruck ein kleinerer Kolben verwendet werden. Die Platzersparnis kann durch diesen Aufbau im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen bis zu 35  Prozent betragen.

Die präzise Führung des Schlittens ist durch die Verwendung von Kreuzrollenführungen gewährleistet. 

Das Funktionsprinzip der Kernzugeinheit ist sehr anschaulich in der » Produktanimation dargestellt.

Kernzugeinheiten wurden hauptsächlich für den Formenbau konstruiert, aber auch andere Einsatzmöglichkeiten, die eine präzise Führung verlangen ist, sind denkbar.

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Schwenkspanner (SZ)

Überall dort, wo Spannpunkte oder Spannstellen in Vorrichtungen frei sein müssen, um Werkstücke leichter zuführen und entnehmen zu können, kommen doppelt wirkenden Schwenkspanner zum Einsatz.

Zwei Ausführungen der Schwenkspanner stehen zur Verfügung. Beide Ausführungen haben Auslenkwinkel von bis zu 90° und geben während der Entspannungsphase den für die Werkstücke benötigten Aktionsraum frei, damit es nicht zu Kollisionen kommt. So wird die Lebensdauer einer Spannlösung mit Schwenkspannern erhöht.

Die nitrierten Gehäuse ergeben eine verschleißarme Oberfläche, was die Lebensdauer der Spannelemente zusätzlich verlängert.

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Hydraulikzylinder mit äußerer Führung (HZF)

Beim Hydraulikzylinder mit äußerer Führung ist das Zylinderrohr plasmanitriert und daher als Führung geeignet. Sehr häufig werden diese Zylinder in Aluminium-Druckguss verwendet.

Für Drücke bis maximal 160 bar gibt es diese Hydraulikzylinder mit äußerer Führung. 

» Hydraulikzylinder mit äußerer Führung von AHP Merkle

 

 

Drehantriebe (DA)

Beim Drehantrieb wird die Rotationsbewegung über eine hydraulisch bewegte Zahnstange in Verbindung mit einem Ritzel erreicht. Diese Art der Kinematik ist deshalb auch nicht mit der von Hydraulikmotoren vergleichbar.

Hydraulische Drehantriebe gibt es mit Drehwinkeln von 0° bis 720° und Drehmomenten bis zu 1 400 Nm.

» Drehantriebe von AHP Merkle

 

 

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